Montag, 29. April 2019

Frühjahrsausfahrt

Der frühe Vogel fängt den Wurm, eine Ausfahrt im April leider kühlen Nieselregen. 
Diesmal dabei - der Regenschirm als unerlässliches Accessoire


Im letzten Jahr war die Ausfahrt sogar früher, das Wetter aber um einiges besser, dieses Mal blieb das Verdeck leider zu. 



Trotz des schlechten Wetters fuhren dann doch fast 30 Fahrzeuge mit zum wie immer unbekannten Ziel. Teilnehmer kamen diesmal wieder aus Stade und aus dem Lüneburger Landkreis angereist und ein paar Leute, die nie bei den Stammtischtreffen gesichtet werden. Und als Premiere waren Sohn Nummer 1 und seine Lebensgefährtin dabei, die blaue Diva war noch am Samstag mit Hochdruck mit den neuen Sitzen bestückt worden. 


Weil unser Sohn Befürchtungen hatte, der Wagen würde vielleicht unterwegs rummucken auf seiner ersten längeren Fahrt nach vielen Jahren vergessen in einer Garage, hatte er seinen Werkzeugkasten mit an Bord, den er noch auf dem Hof bei Maack benötigte. 

Denn während wir alle so rumstanden und die anderen Teilnehmer begrüßten, meldete sich beim Einparken lautstark ein Käfercabrio und hörte einfach nicht auf zu hupen. "Hupknopf klemmt fest", so die erste Diagnose und Kloogschieterei der umstehenden Herren. "Nein, Lenkung geht auch nicht", so der zweite Schock. Und "Da muss wohl der ADAC kommen und den Wagen abholen." Musste dann doch nicht, weil dank vorhandenem Werkzeug unser Sohn den Schaden zwar mangels Ersatzteil nicht beheben, aber den Käfer wieder fahrbereit reparieren konnte. 



Dann ging es endlich los. Wie immer kreuz und quer durch die Heide, in diesem Jahr rund um Schneverdingen bis zum Landgasthof Barrl. Und kaum hatte ich gesagt "In diesem Jahr sind wir gar nicht falsch gefahren", war eine Straße gesperrt und die ganze Kolonne stand im nicht auf der Tourenbeschreibung angegebenen Nirgendwo. 

Und dann verloren wir auch noch wegen eines Pieselstopps kurz vor dem Ziel alle anderen bis auf unseren Sohn, der mit auf einem Feldweg angehalten hatte. "Wir fahren jetzt einfach nach Navi zum Ziel" und ließen den angesagten Zwischenstopp aus. 


So waren wir etwa 20 Minuten vor allen anderen am Ziel und ich konnte die Einfahrt der anderen fotografieren, jetzt bei strahlendem Sonnenschein.







Vom einfachen aber reichhaltigen Mittagsbüffet wurden alle satt und verschwanden so nach und nach wieder nach Hause. 

Sonntag, 16. September 2018

Kaffeefahrt mit plattem Hintern

"Fährt jemand mit mir mit" Die Frage gibt es öfter mal bei unseren Ausfahrten. Als ich mich als Beifahrerin für den kleinen roten Salmson meldet, wusste ich noch nicht, was ich meinem Hintern damit antun würde. 

Der Salmson Grand Prix (oder war's der S4C, S4 Sport?) ist eigentlich ein Rennwagen, der sämtlichen Komfort wie Einstiegstüren, Verdeck  und Sitzpolsterung konsequent ablehnt, hier fahren keine Weicheier mit. 



Wie so oft bei unsere Fahrten ging es kreuz und quer durch unsere schöne nördliche Nordheide vorbei an herbstlichen Kürbisfeldern zunächst hin zum exklusiven Oldtimer-Händler Steenbuck, der an jedem 3. Sonntag im Monat seinen Hof öffnet zum Treffen für Oldtimer-Freunde mit und ohne altem Auto. Der Laden ist allerdings nicht gaaaanz unsere Preisklasse. 210.000 € für ein BMW 502 Cabrio hatten wir gerade nicht im Portemonnaie. 





Gereicht haben die Barschaften nach der zweiten Etappe dann für Kaffee und Kuchen im Marschencafé in Drage im Ortsteil Hunden. 


Nachdem mein Hintern auf den ersten 60 Kilometern durch die Landschaft schon ziemlich platt gesessen war, wagte ich es trotzdem noch einmal die rasante Fahrt auf einem Stück Blech ohne Gurte; ab 70 km/h kann dieses Autochen jeder Ehekrise entgegen wirken, man muss einfach die Klappe halten, die Worte verwehen im Fahrtwind. (Beim Video unbedingt den Ton andrehen. ^^)

Ich habe es übrigens zweimal ohne Kran wieder aus dem Salmson hinaus geschafft. Der Sitz ist so niedrig, dass man mit ausgestreckten oder leicht eingewinkelten Beinen quasi auf dem Boden hockt, man schiebt sich dann unter Gejohle der lieben Mitausflügler zuerst mit dem Rücken, dann mit dem Hintern die Rückenlehne hoch, um auf dem hinteren Rand der Fahrerkabine zu sitzen. Dann kann man elegant die Beine übers Blech schwingen und über den breiten Tritt anmutig wie eine Bergziege hinab klettern.  

Für den Weg nach Hause, den wir wie immer getrennt nahmen, war ich dann dankbar für den weichen Sitz im Golf. Und irgendwann zu Hause stellte ich dann an meinem heißen Gesicht fest, dass eine Lederkappe vor Fahrtwind nicht aber vor der herbstlichen Sonne schützt.



Montag, 13. August 2018

Treffen Bleckede

Wie zuletzt im Jahr 2015 fuhren wir diesmal am frühen Sonntag Morgen zum großen Oldtimer-Treffen in Bleckede.



Hier treffen Old- und Youngtimer aller Marke mit zwei, drei oder vier Rädern und eine Menge Händler, die von schicken Blechschildern bis zum Schrott alles an den Mann oder die Frau bringen wollen. 



Für uns war es eine Art Familientreffen, weil bei unserer Stammtischgruppe der ehemalige Physiklehrer vom Sohn Nummer 1 dabei war. Das war dann für unseren Sohn Anlass, sich auf den Weg zu machen. Und dann standen wir auch noch mit einem BMW-Club aus Uelzen zusammen, von denen unser Sohn schon mal jemanden kennen gelernt hatte.
Und auch Sohn Nummer 2, der gerade das Wochenende bei uns verbracht hat, kam mit seinem Motorrad hinterher. 

Die meiste Zeit verbrachten wir im Schatten rumsitzend und quatschend, immer mal wieder war einer unterwegs, organisierte sich ein Mittagessen,sah sich noch ein paar Autos an. 

Während der Verlosung wollten aber plötzlich alle aufbrechen, keine Lust mehr, es war dann doch wieder zu warm auf dem Platz.
So ganz trennen wollten wir uns dann aber doch noch nicht und beschlossen mit insgesamt 7 Leuten bei unseren Griechen Oniro in Hittfeld den Abend mit einem zünftigen Gyrosteller ausklingen zu lassen. 

Sonntag, 24. Juni 2018

Marilyn meets Mercedes

Es hätte wärmer sein können.
Es hätte trockener sein können.

Ein kleine Truppe von acht Fahrzeugen und 16 Personen besuchte gestern "Das Atelier" von Julia Heigel in Hanstedt. Die Einladung an Oldtimer-Liebhaber und -Fahrer hieß "Arts & Cars" und sollte schöne Kunst mit schönen Autos verbinden. 



Vom ehemaligen Bauern- und Geschäftshaus an der Hauptstraße durch Hanstedt hat man einen weiten Blick auf die Landschaft der  naturgeschützten Schmalen Aue. Die Oldtimer standen gestern dekorativ um das Backhaus herum auf der großen Wiese. Die Terrasse  vor dem Backhaus bot den größten Überblick übers Geschehen und so besetzten wir dort Bank und Stühle. Neben etlichen PKW waren auch einige ältere Herren mit ihren noch älteren Traktoren auf eine kleine Fachsimpelei vorbei gekommen. 






Ein wenig zu kurz kam die Kunst, weil der Künstler Kallhardt aus Emden bis zu unserer Abfahrt um 14 Uhr leider noch nicht anwesend war.  Dafür vereinnahmten wir die Figuren von Julia Heigel.

Die von mir Marilyn (Monroe aus dem Film "Das verflixte 7. Jahr") getaufte Figur musste ihren Platz wechseln, damit der Blog-Titel passt. Und der Mann setzte sich in Pose für ein Doppelportrait mit dem lesenden Mann.



Trotz heißer Bratwurst und sehr heißem Kaffee waren wir dann aber doch nach ein paar Stunden alle durchgefroren und traten den Heimweg an. 


Und da war ja auch noch Fußball......