Montag, 23. April 2018

Frühlingsfahrt nach Dömitz

"Wir waren hier schon mal." 
"Waren wir nicht."
"Ich war hier aber schon mal."

Die Unterhaltung zwischen dem Göttergatten und mir zum Ziel unserer Ausfahrt hatte etwas von Slapstick-Tortenaustauch. 

Aber von vorn:



Nicht wie üblich in Ramelsloh sondern am Hotel Maack in Maschen trafen wir uns ab dem frühen Vormittag, um gemeinsam durch die frisch blühende Landschaft zu einem kryptischen Ziel zu fahren, das H.G. und Günther ausbaldowert hatten. 


Nach dem letztjährigen Gejammer einiger Teilnehmer, man wäre hungrig geblieben beim Büffet, landeten wir diesmal in einem Lokal à la Carte an der Elbe, in dem mein Mann schon einmal gewesen sein will. Ich aber nicht. Nach längerer Diskussion kamen wir dann darauf, dass es mit seiner Herzsportgruppe gewesen sein muss, bei der ich nur einmal an einer Fahrt (damals nach Boltenhagen) teil genommen habe. 

Die diesjährige Fahrt lief es für uns nicht so wie sonst:

Eigentlich waren wir zu dritt, weil Sohn Nummer an diesem Wochenende zum Wäschewaschen zu Hause war. Aber hinten im Golf - mit dem Windschott vor der Nase - hat man nur ein sehr begrenztes Vergnügen. Also suchten wir für ihn eine Mitfahrgelegenheit bei einem Einzelfahrer, der ein bisschen Gesellschaft und einen Kartenleser brauchen könnte. 

Dann ging es los - in der üblichen Perlenkette von Oldtimern, die zusammen auf die Strecke gehen, aber nicht "zusammen" fahren, sondern jeder für sich. 
Und dann  teilte uns schon in Ohlendorf ein langsam auf engen Dorfstraßen  fahrender LKW, so dass wir mit dem Golf eine längere Strecke als "Anführer" vorneweg fuhren, weswegen es  schöne Landschaftsfotos  ohne Vordermann gibt.
Alleen nördlich der Elbe

"Kehrt, marsch"
Mitten im Nirgendwo im kleinen Niendorf mussten wir wegen eines schweren Motorradunfalls umdrehen und uns über einen engen Feldweg an der Unfallstelle vorbei quetschen.
"Alle Mann schieben"
Einer der immer sehr zuverlässigen Käfer musste bei jedem Stopp angeschoben werden. Der hat wohl einen Werkstatt-Termin in Aussicht. Und auf jedem Parkplatz standen schnöde neumodische Blechkisten herum, ein nettes Gesamtbild aller Teilnehmer ist mir also nicht gelungen. 

Dann musste ich auch noch fast hungrig vom Tisch aufstehen, weil die Portion Wels ausgesprochen übersichtlich serviert wurde. Die sehr flotten und sehr netten Kellner im Panorama-Restaurant in Dömitz machten dies mit einem kostenlosen Nachtisch wieder wett. 
Das Schnitzel hat die entsprechende Größe

Sehr übersichtliche Portion mit 3 Kartoffeln

Und natürlich machte die grandiose Aussicht vom Dach des Gebäudes, das Restaurant, Hotel und Café beherbergt, alles wett, auch wenn ich - wie seit letztem Jahr üblich - mit Puddingbeinen über die Reling guckte. 
Elbe und Camper

Kinder plantschen auch bei knappen 20°C

Die berühmte "So da"-Brücke von Dömitz, die liegt einfach nur so da.



Wieder mit festem Boden unter den Füßen, verabschiedeten sich alle wie üblich und fuhren ihrer Wege allein nach Hause. Wir mit einem Abstecher zum Sohn Nummer 1, der uns schon auf dem Hinweg zugewinkt hatte. 
 

Freitag, 6. April 2018

Saisonauftakt 2018

Der erste schöne Tag in diesem Jahr.


Verdeck auf und einen kurzen Ausflug gemacht.

Nach Stelle und zu Lühders Lakritze kaufen.


Danach in Ramelsloh bei Jens vorbei gucken, wo noch der VW LT "Project Justus" steht, mit dem seine Tochter Jana und ihr Freund schon längst unterwegs sein wollten.

An den Spargelfeldern zurück nach Hause.

Nur eine kleine Runde, aber der Vorgeschmack auf den Sommer.


Der erste größere Ausflug findet am 22.April zusammen mit dem Classics Nordheide Stammtisch statt.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Dornröschen

.... schlief nicht hundert Jahre, sondern nur 10.



"Hältst Du mich für verrückt, wenn ich mein gespartes Geld für ein altes Auto ausgebe?"

"Ja, halte ich. Aber was wäre das Leben ohne Verrücktheiten."


Vor ein paar Monaten fand Sohn Nummer 1 auf Ebay-Kleinanzeigen sein Traumauto - einen BMW 3.0 Si von 1973 in Atlantikblau, fünf und irgendwas Meter lang und seit 10 Jahren in einer Garage schlafend.
Dreck von 10 Jahren außen


Der Vorbesitzer hatte den Wagen abgemeldet, um je nach Finanzlage die Mängelliste von einer DIN-A-4-Seite abarbeiten zu lassen. Das gelang ihm nur sehr unregelmäßig und das Auto wurde fast vergessen. Nach den vielen Jahren in einer gemieteten Garage machte nun der Besitzer Nägel mit Köpfen und veräußerte sein Liebling mit sehr, sehr schwerem Herzen. Man sah es ihm an, als er und sein Sohn den Wagen zu uns brachten und er mit hängenden Schultern und feuchten Augen ein letztes Mal den Zündschlüssel drehte, um sein vierräderiges Familienmitglied auf unseren Hof zu fahren und jemand Fremden zu übergeben.
....entfernen

Reifen aufpumpen, Batterie laden, waschen, aussaugen... Die ersten Aktionen haben noch kein Geld gekostet. Aber seit der Ankunft von Dornröschen treffen beinahe täglich Pakete mit Werkzeug oder Ersatzteilen ein.





Irgendjemand von uns hängt immer im Internet rum und ruft "Heureka! Gefunden!". 
Wie ein Reparaturhandbuch auf einer Plattform, die eigentlich spezielle Öle für alte Autos und Ersatzteile für britische Oldtimer vertreibt.  Manchmal findet man dann auch zufällig Ersatzteile für den Golf wie endlich eine Original-Gummidichtung für die Frontscheibe.

Die Grundreinigung außen und innen förderte zum einen das wunderschöne Atlantikblau des Lacks unter einer weißen Kruste zu Tage, zum anderen schwebte ein gelblicher  Staub durch den Garten. Unter den blauen Schonbezügen der Vordersitze hatte sich die Schaumstofffütterung wie Dracula im Sonnenschein atomisiert im Laufe der Zeit.
Reste der Schonbezüge

 
Ein richtiges gutes Foto im Sonnenschein und frisch gewaschen gibt es leider nicht. Der Mann hat das Auto in die doofe Ecke vom Carport reingehäkelt.
zu dunkel oder zu hell, auf jeden Fall immer zu nah dran

Montag, 11. September 2017

Fünf ist Trümpf

Wir sind alt?!

Seit fünf Jahren gibt es den Oldtimer-Stammtisch in Maschen jetzt schon. Kein Verein, keine Satzung, keine Kasse, kein gewählter Präsident. Und trotzdem - eher gerade deswegen - finden sich jeden ersten Mittwoch im Monat Old- und Youngtimer-Enthusiasten zusammen im größten Raum vom Hotel Maack in Maschen. 


H.G. wollte nie Vereinsmeier und Vorstand sein, aber mit ihm steht und fällt unsere Schnatterstunde mit Essen und gelegentlichen Vorträgen. Wenn H.G. hupt, wird es interessant.

Unvergessen der launige Beitrag eines jungen Mannes über seine Abi-Reise mit einem Holzvergaser-Pkw, an dessem Ende der Hut herum ging und den Grundstock für einen neuen Holzvergaser lieferte.


Unvergessen auch der Vortrag über Hohlraumversiegelung, bei der einige von uns minder technisch Begabten sanft wegdösten, die anderen Teilnehmer sich aber anschließend um die Proben rissen. 

Wir sind jetzt seit 2015... äh, nein.... schon seit 2014 dabei und dieses Blog ist inzwischen eine Informationsquelle über unsere Fahrten, weil ein Blog schneller uptodate ist als eine Homepage


Jubiläumsfahrt und Grillen

Zu einem Jubiläum gehört natürlich eine Jubiläumsfahrt. Und Essen. Und das Trommeln vor der Fahrt. Das Trommeln haben diesmal unser Nordheide Wochenblatt und die Lokalreporterin Katja Bendig wie schon vor vier Jahren zum einjährigen Jubiläum.


Etwas nüchterner mit Hinweisen auf unsere Fahrt fällt der Facebook-Post des alt-analogen Mediums Winsener Anzeiger aus. 

Beide Artikel brachten uns neue Teilnehmer an der Fahrt, am Grillen und vielleicht auch zu den nächsten Treffen.



Wo geht's lang?

Treffpunkt zur Ausfahrt war bei wie so oft beim Hotel Maack auf dem Parkplatz. Nach ein paar Tagen mit Regen war es morgens bei der Abfahrt vom heimischen Hof trocken, aber kalt. Bei Maack konnten wir schon das Verdeck öffnen, um dann bei strahlendem Sonnenschein zur Tour aufzubrechen.




H.G. und Günter hatten sich eine kleine Fahrt durch Seevetal an der Elbe entlang bis Winsen zu Home of Classics ausgedacht, wo insbesondere die neuen Teilnehmer die heiligen Hallen der winterschlafenden Schätzchen bestaunten.

Symbolbild für automobilen Winterschlaf



Besonderes Schmankerl ist der ausgestellte Käfer der Firma e-cap, umgebaut zum e-Mobil, neben dem schon allseits bekannten e-DeLorean.





Nach dem Stopp im Winsener Gewerbegebiet ging es dann zurück nach Seevetal ins Gewerbegebiet Ramelsloh zum Grillen. Vom Eiersalat bis Kuchen hatten wir diesmal vieles selbst organisiert. Für Fleisch, Würstchen und Grill anheizen hatten wir uns die Hallenbetreuer der Puhst-Immobilien engagiert. Herr Puhst hat uns wie immer Platz auf seinem weitläufigen Hof gewährt. 





Weil ich mich angeboten hatte, frische Bratkartoffeln aus der Partypfanne beizutragen, habe ich von unserem Gelage nur einige Fotos, von den Teilnehmern nur pappsatte, glücklich den Sonntagnachmittag in der Sonne genießende Leute.







Alles in allem ein wunderschöner Tag.
Und Tschüß... Bis zum nächsten Mal